Mathematikdidaktisches Kolloquium
- Das Programm für das Sommersemester 2013 in der Übersicht: [PDF]
- Kurzfassungen zu allen Vorträgen: [PDF]
In dieser Liste [PDF] sind alle bisherigen Vorträgen im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums von Januar 1971 bis Januar 2013 eingetragen.
Am 07. Juli 2011 fand der 750. Vortrag im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums statt. Das wurde mit einer Festveranstaltung gefeiert. Vorgetragen hat Prof. Dr. Kenneth Ruthven von der Universität Cambridge (GB). Bilder des Festkolloquiums
| 18.04.2013 |
``KERZ-Kinder (er)zählen - Vorstellung eines Interventionsprojekts im Übergang Kita-Grundschule - ``
Frau Julia Streit-Lehmann,
Universität Bielefeld |
| 02.05.2013 |
Wirkungen eines langjährigen Professionalisierungsprogramms für Lehrkräfte erfassen. Das Beispiel ``SINUS an Grundschulen``
Frau Dr. Claudia Fischer,
IPN - Leibniz-Institut Kiel |
| 23.05.2013 |
Konstruktion von sprachfördernden Lernumgebungen - Aufgabenumfelder zu Kernaufgaben aus VERA 3
Herr Prof. Dr. Bernd Wollring,
Universität Kassel |
| 13.06.2013 |
Mathematik studieren, ohne Mathematik zu studieren?
Herr Dr. Thomas Royar,
Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz (CH) |
| 20.06.2013 |
Mathematische Reflexion in der Interaktion von Grundschulkindern
Frau Dr. Cordula Schülke,
Augustin-Wibbelt-Grundschule in Ahlen-Vorhelm |
| 27.06.2013 |
Vom Text zum Term
Frau Annegret Nydegger,
Pädagogische Hochschule Bern (CH) |
| 04.07.2013 |
Die österreichischen ``Bildungs``-Standards M8 Intentionen, Konzeption, Durchführung & Ergebnisse
Frau Ao. Univ.Prof. Mag. Dr. Edith Schneider,
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (A) |
18.04.2013
``KERZ-Kinder (er)zählen - Vorstellung eines Interventionsprojekts im Übergang Kita-Grundschule - ``
Frau Julia Streit-Lehmann,
Universität Bielefeld
Uhrzeit: 16:30 Uhr,
Raum M433
Im Vortrag wird das Projekt ``KERZ-Kinder (er)zählen`` vorgestellt. Das KERZ-Projekt zielt auf die sprachlich-mathematische Förderung von Kindern im letzten Kita-Jahr ab, insbesondere auf die Förderung von Kindern aus Risikogruppen hinsichtlich des späteren schulischen Lernens. Fördermaterialien sind Bücher und Spiele mit mathematischem Gehalt. Wesentliches Merkmal des Projekts ist, dass die Materialien über die Kita ausgeliehen werden und dass der Umgang damit zuhause stattfindet. Hintergrund dieses Konzepts sind die Ideen der ``family literacy`` und ``family numeracy``. KERZ soll zur Klärung beitragen, unter welchen Bedingungen Eltern erfolgreich in die frühen Bildungsprozesse ihrer Kinder einbezogen werden können und welches Potential dieses Konzept hinsichtlich der späteren Schulleistungen der Kinder hat.
02.05.2013
Wirkungen eines langjährigen Professionalisierungsprogramms für Lehrkräfte erfassen. Das Beispiel ``SINUS an Grundschulen``
Frau Dr. Claudia Fischer,
IPN - Leibniz-Institut Kiel
Uhrzeit: 16:30 Uhr,
Raum M433
Seit 1998 koordiniert das Kieler Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissen-schaften und Mathematik (IPN) Programme zur Weiterentwicklung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts unter der Bezeichnung SINUS. Das letzte dieser Programme, SINUS an Grundschulen (850 Schulen und über 5.000 Lehrkräfte), geht im Sommer 2013 zu Ende. Der Vortrag stellt einige Ergebnisse aus der umfangreichen wissenschaftlichen Begleitforschung vor und berichtet über Wirkungen des Programms.
23.05.2013
Konstruktion von sprachfördernden Lernumgebungen - Aufgabenumfelder zu Kernaufgaben aus VERA 3
Herr Prof. Dr. Bernd Wollring,
Universität Kassel
Uhrzeit: 16:30 Uhr,
Raum M433
Vorgestellt wird das Projekt VERA-Re. Zentrales Anliegen ist das Konzipieren und logistische Strukturieren von Rückmeldungen zu VERA3-Aufgaben an Lehrkräfte über rein quantitative Informationen hinaus, die Unterstützung zum Unterricht bieten. Ein Ansatz gemeinsam mit dem ISQ Berlin besteht darin, VERA3-Aufgaben durch ein EDV-basiertes Zugriffsystem übersichtlich erreichbar zu machen. Darüber hinaus werden systematische Varianten ausgewählter VERA3-Aufgaben in Aufgabenumfeldern organisiert als Angebote für Förderkonzepte und Grundlagen für Lernumgebungen. Vorgestellt werden die Struktur der Aufgabenumfelder und Beispiele.
13.06.2013
Mathematik studieren, ohne Mathematik zu studieren?
Herr Dr. Thomas Royar,
Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz (CH)
Uhrzeit: 16:30 Uhr,
Raum M433
An der Päd. Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz werden im Institut Vorschule und Unterstufe Lehrpersonen für den Kindergarten und die ersten drei Primarschulklassen zum Bachelor ausgebildet. Alle Studierenden belegen mathematische Studieninhalte. Dabei stehen für fachliche Studien ganze 5 ECTS-Punkte zu Buche. Wie kann unter solchen Bedingungen der Anspruch eingelöst werden, ein fachliches Studium in Mathematik zu ermöglichen? Vorgestellt wird das Konzept der Professur Mathematisches Lernen mit seinen offenen (und zum Teil auch schon beantworteten) Fragen.
20.06.2013
Mathematische Reflexion in der Interaktion von Grundschulkindern
Frau Dr. Cordula Schülke,
Augustin-Wibbelt-Grundschule in Ahlen-Vorhelm
Uhrzeit: 16:30 Uhr,
Raum M433
Vorgestellt wird ein Dissertationsprojekt, in dem das Konstrukt einer ``mathematischen Reflexion`` sowohl theoretisch als auch empirisch präzisiert und entfaltet wird. Eine zentrale Grundlage stellt hierbei die von Freudenthal (1983) eingebrachte Sichtweise auf Reflexion als ``Standpunktwechsel`` dar. Mittels eines Analyserasters, das auf der Grundlage von Partnerinterviews mit Kindern aus jahrgangsgemischten Lerngruppen entwickelt wurde, können die fundamentalen Kategorien, Elemente und Ebenen reflexiven mathematischen Denkens fokussiert dargestellt sowie in mathematischen Interaktionen identifiziert werden. Mittels der Analyse einer Interviewsequenz wird die Anwendung des Rasters exemplarisch dargestellt und erläutert.
27.06.2013
Vom Text zum Term
Frau Annegret Nydegger,
Pädagogische Hochschule Bern (CH)
Uhrzeit: 16:30 Uhr,
Raum M433
Im Vortrag steht die Übersetzung vom Text zum Term im Zentrum. Anhand von Schülerbeobachtungen werden Abstraktionsschritte und deren Schwierigkeiten erfasst. Sechs Zweiergruppen mit unterschiedlichem Leistungsniveau beschreiben Sachkontexte mit Termen. In einer ersten Aufgabe wird ihnen die Strategie vorgestellt, den Sachverhalt zuerst mit Zahlen - unter Zuhilfenahme einer Wertetabelle - zu erfassen. Bei den weiteren Aufgaben wählen die Schülerinnen und Schüler ihr Vorgehen frei. Die Wahl und die Reihenfolge der Lösungsschritte werden analysiert. Es wird untersucht, an welchen Stellen Unsicherheiten auftreten und wie die Schülerinnen und Schüler diese klären.
Es treten dabei unerwartete Schwierigkeiten zutage, die Fragen aufwerfen, inwiefern ein handelnder Zugang und die Wertetabelle hilfreich oder irritierend sind.
04.07.2013
Die österreichischen ``Bildungs``-Standards M8 Intentionen, Konzeption, Durchführung & Ergebnisse
Frau Ao. Univ.Prof. Mag. Dr. Edith Schneider,
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (A)
Uhrzeit: 16:30 Uhr,
Raum M433
Nahezu zeitgleich mit Deutschland wurde auch in Österreich mit der Konzeption von ``Bildungsstandards Mathematik`` für die Sekundarstufe I begonnen, 2009 wurden Sie gesetzlich verordnet, im Frühjahr 2012 fand die erste (bundesweite!) Testung der Mathematik-Standards für die 8. Schulstufe (M8) statt, im Dezember 2012 wurden die Schulen mit den Ergebnissen konfrontiert. Konzeption und Testung der Standards unterscheiden sich zum Teil recht deutlich von jenen in Deutschland.
Im Vortrag werden Intention und Konzeption (zusammen mit einigen Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten) der österreichischen Standards M8 vorgestellt und zu den Test-Aufgaben und (den veröffentlichten) Ergebnissen in Beziehung gesetzt.