Institut für Didaktik der Mathematik

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Auszug aus der

Studienordnung für den Studiengang Mathematik (als Schwerpunktfach - weiteres Unterrichtsfach) an der Universität Dortmund mit dem Abschluß »Erste Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe«

vom 17.05.1995

veröffentlicht in: Amtliche Mitteilungen der Universität Dortmund Nr. 5/96. Dortmund, 31.05.1996

II. Besonderer Teil für Mathematik als Schwerpunktfach

§ 20
Inhalte des Studiums

(1) Das Studium gliedert sich in die Bereiche:
A- Ausgewählte Kapitel aus der Mathematik
B- Didaktik der Mathematik in der Primarstufe

(2) Diese Bereiche gliedern sich in Teilgebiete, welche in den § 21, 23 näher bezeichnet werden.

§ 15
Grundstudium

Während des Grundstudiums sind im Umfang der angegebenen Semesterwochenstunden zu studieren:

 

Teilgebiet

Bereich

Umfang in
SWS

G1

Einführung in die Arithmetik

A

V2; Ü2

G2

Einführung in die Geometrie

A

V2; Ü2

G3

Einführung in die Didaktik
des Mathematikunterrichts in der Primarstufe

B

V3*); Ü2

G4

Ausgewählte Kapitel aus der elementaren Algebrs

A

Pro-
seminar
4 SWS

*) Die Veranstaltung Einführung in die Didaktik des Mathematikunterrichts in der Primarstufe wird im Rahmen der Möglichkeiten im Sommersemester angeboten.

Hinzu kommen
ein Proseminar über Problemlösen (2 SWS)
und
ein Programmierkurs (2SWS).
Für den Programmierkurs, der in der Regel als Kompaktkurs in den Semesterferien stattfindet, ist eine
rechtzeitige Anmeldung erforderlich.

§ 22
Abschluß des Grundstudiums

(1) Das Grundstudium wird durch eine Zwichenprüfung abgeschlossen Näheres regelt die

(2) Die Zulassung zu dieser Zwichenprüfung setzt voraus:
1: den Erwerb des Leistungsnachweis Mathematik im Grundstudium,
2: den Erwerb des Leistungsnachweis Didaktik des Mathematikunterrichts im Grundstudium,

(3) Der Leistungsnachweis Mathematik im Grundstudium wird nach Vorlage von Teilleistungsnachweisen in den Teilgebieten G1 und G2 vom Leiter des Instituts für Didaktik der Mathematik ausgestellt.
Die Teilleistungsnachweise in G1 und in G2 werden jeweils aufgrund einer bestandenen zweistündigen Klausur (in der Regel am Ende des Semesters) erworben.

(4) Der Leistungsnachweis Didaktik des Mathematikunterrichts im Grundstudium wird durch das Bestehen der drei- bis vierstündigen Klausur zum Teilgebiet G3 erworben.

(5) Voraussetzung für die Erteilung eines Leistungsnachweises im Teilgebiet G3 ist die Vorlage des Teilleistungsnachweises in G1, der in einem vorangegangenen Semester erworben wurde.

§ 17
Hauptstudium im weiteren Unterrichtsfach Mathematik

(1) Das Hauptstudium gliedert sich in folgende Bereiche und Teilgebiete:

Bereich

Teilgebiet
Kenn-
zeichnung

Teilgebiet

Umfang
in SWS
(in der
Regel)

A

Ausgewählte
Kapitel der
Mathematik

SF A 1

Ausgewählte Kapitel aus der Arithmetik

V 2; Ü 2

SF A 2

Ausgewählte Kapitel aus der Geometrie

V 2; Ü 2

SF A 3

Angewandten Mathematik

V 2; Ü 2

B

Didaktik der
Mathematik

SF B 1

Mathematiklernen in der Primarstufe

4

SF B 2

Arithmetikunterricht in der Primarstufe

V 2; Ü

SF B 3

Größen und Sachrechnen

V 2; Ü

SF B 4

Geometrieunterricht in der Primarstufe

V 2; Ü

Weitere

Pflichtveran-
staltungen
siehe(4)

fachdidaktisch orientiertes Seminar

S 2

fachwissenschaftlich orientiertes Seminar

S 2

Tagespraktikum

Ü 2

Im Vorlesungsverzeichnis und am Schwarzen Brett wird jede Veranstaltung des Hauptstudiums einem oder mehreren Teilgebieten zugeordnet.

(2) Im Hauptstudium ist außer den Pflichtveranstaltungen (siehe (4) ) das Studium von vier Teilgebieten nachzuweisen, von denen eines vertieft zu studieren ist.
Das ordnungsgemäße Studium setzt Studien in zwei Teilgebieten des Bereichs A (darunter SF A 1) und in zwei Teilgebieten des Bereichs B (darunter SF B 1 ) voraus.
Ein Teilgebiet besteht aus einer vierstündigen Veranstaltung aus den Bereichen A oder B.

(3) Das vertiefte Studium eines Teilgebietes besteht entweder
(i) aus einer vierstündigen Veranstaltung aus dem Bereich A und einem als Vertiefung zugeordneten zweistündigen Seminar oder einer anderen zugeordneten zweistündigen Veranstaltung aus dem Bereich A.
oder
(ii) aus der 6-stündigen Veranstaltung "Elementargeometrie?
oder
(iii) aus einer vierstündigen Veranstaltung aus dem Bereich B und einem als Vertiefung zugeordneten zweistündigen Seminar oder einer anderen zugeordneten zweistündigen Veranstaltung aus dem Bereich B.

Die jeweilige Zuordnung wird in der Vorlesungsankündigung ausgewiesen.

(4) In den Fällen (i) oder (ii) ist darüber hinaus die Teilnahme an einem fachdidaktisch orientierten Seminar nachzuweisen.
Im Falle (iii) ist darüber hinaus die Teilnahme an einem fachwissenschaftlich orientierten Seminar nachzuweisen.

(5) Das Tagespraktikum kann im Hauptstudium oder auch zum Ende des Grundstudiums absolviert werden.

 

§ 24
Leistungsnachweise / qualifizierte Studiennachweise

(1) Für den Antrag auf Zulassung zur Ersten Staatsprüfung gemäß § 14 LPO bzw. bei der Ergänzung dieses Antrags gemäß § 15 LPO sind für das Fach Mathematik vorzulegen:
a) der Nachweis der bestandenen Zwischenprüfung,
b) falls die schriftliche Hausarbeit im Fach Mathematik angefertigt wird: die Angabe des vertieft studierten Teilgebietes,
c) ein Leistungsnachweis aus dem vertieft studierten Teilgebiet,
d) ein Leistungsnachweis aus dem Bereich, in welchem kein vertieftes Studium nachgewiesen wird,
e) ein qualifizierter Studiennachweis aus dem Bereich A,
f) ein qualifizierter Studiennachweis aus dem Bereich B,
g) der Nachweis über die Teilnahme an dem fachdidaktisch oder fachwissenschaftlich orientierten Seminar gemäß § 22 (4),
h) der Nachweis der schulpraktischen Studien.

(2) Ein Leistungsnachweis aus dem vertieft studierten Teilgebiet wird in der Regel aufgrund der erfolgreichen Teilnahme an den in § 23 (3) unter (i) bzw. (ii) bzw. (iii) genannten Veranstaltungen ausgestellt.

(3) Ein Leistungsnachweis wird in der Regel auf Grund einer erfolgreich bestandenen Klausur zu einer vierstündigen Veranstaltung in einem der Teilgebiete aus den Bereichen A oder B erworben. Die entsprechende Klausur ist in der Regel 2 oder 3-stündig.

(4) Die qualifizierten Studiennachweise aus den Bereichen A und B werden aufgrund individueller aktiver Teilnahme an einer Veranstaltung des entsprechenden Bereichs erworben. Dies kann beispielsweise durch ein Referat, eine schriftliche Unterrichtsvorbereitung, eine schriftliche Hausaufgabe, aber auch durch eine bis zu zweistündige Klausur erfolgen, zu deren Bestehen allerdings gegenüber den Maßstäben eines Leistungsnachweises deutlich geringere Anforderungen gestellt werden. Näheres regelt der jeweilige Dozent der Veranstaltung.

(5) Leistungsnachweise können im Bereich A nur erworben werden, wenn die Zwischenprüfung bestanden ist oder ersatzweise die beiden Teilleistungsnachweise in G1 und in G2 vorliegen.
Der Erwerb eines Leistungsnachweises im Bereich B setzt das Bestehen der Zwischenprüfung voraus.

§ 25
Schriftliche Hausarbeit

(1) Im Fach Mathematik soll das Thema der schriftlichen Hausarbeit in der Regel aus dem vertieft studierten Teilgebiet gestellt werden.

(2) Wer sich für eine Arbeit interessiert, möge rechtzeitig Verbindung mit einem Prüfer seiner Wahl aufnehmen. Vor dem Antrag auf Zulassung zur Ersten Staatsprüfung muß sich der Student von einem Prüfer, der Mitglied des Prüfungsamtes ist, bestätigen lassen, daß dieser bereit ist, als Themensteller und Gutachter zu wirken.


IV. Übergangs- und Schlußvorschriften

§ 31
Inkrafttreten, Veröffentlichung, Übergangsbestimmungen

Diese Studienordnung Tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in den Amtlichen Mitteilungen der Universität Dortmund in Kraft. Sie gilt für die Studierenden des Studiengangs Mathematik mit dem Abschluß "Erste Staatsprüfung für das Lehramt für die Primarstufe", die ihr Studium im Sommersemester 1996 oder später aufgenommen haben.


Für die anderen Studierenden gelten Übergangsregelungen, die in der Studienberatung beim Studienfachberater (zur Zeit Prof. Dr. W. Winzen) erfragt werden können